Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland unter Bundeskanzler
Friedrich Merz hat am 10.07.2026 im Bundestag eine Reform der
Gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen. S. dazu "Die Zeit",
"Bundestag stimmt umstrittener Krankenkassenreform zu", 10.07.2026:
"Die Opposition übte in ihren Redebeiträgen teils harte Kritik an
dem parlamentarischen Vorgehen von Schwarz-Rot. Der ganze
Gesetzgebungsprozess sei »eine absolute Katastrophe« gewesen, sagte
Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek. Irene Mihalic, Erste
Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, sprach von
»Chaostagen der Koalition«. Ihre Parteikollegin Britta Haßelmann
sagte, das Gesetz sei »ein klarer Bruch mit der solidarischen
Lastenverteilung«." Am selben Tag veröffentlichte F-News eine
Meldung: "Schwarz-Rot lässt Versicherte bluten: Bundestag beschließt
Krankenkassenreform". Bereits am 08.07.2026 hatte die "Welt",
Artikel »"Sätze wie vom Kasernenhof" – Schweitzer kritisiert Merz
für Aussagen zu Krankentagen«, einige Aussagen von SPD-Politiker
Alexander Schweitzer zitiert, z. B.: "Krankheitstage reduzieren zu
wollen, ist grundsätzlich richtig ... Da müssen wir aber an die
Ursachen ran und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht unter
Verdacht stellen, ein Volk von Blaumachern zu sein ... Was wir nicht
brauchen, ist pauschales Misstrauen gegenüber den Beschäftigten." In
der Tat: Bei der Gesundheitspolitik müssen die Ursachen für die hohe
Zahl von Krankheitstagen erkannt, benannt und nach Möglichkeit
reduziert werden. Aber wer will die Ursachen von häufigen
Krankheitstagen erkennen, benennen, reduzieren? Formulierungen wie
"Schwarz-Rot lässt Versicherte bluten" oder "klarer Bruch mit der
solidarischen Lastenverteilung" sind kaum hilfreich für einen
sachlichen Dialog. Tatsächlich wird vielleicht mancher einiges aus
der Merz-Krankenkassenreform begrüßen als möglichen Versuch eines
ersten Schritts in die richtige Richtung. Homöopathische Mittel
sollen nicht mehr von der GKV bezahlt werden. Die Homöopathie
basiert auf sog. "Potenzierung", also extremer Reduzierung von
Wirkstoffen, und ist insbesondere in der magisch-okkultistischen
Szene beliebt. Angesicht der extremen Wirkstoffarmut ist eine
tatsächliche gesundheitliche Wirkungslosigkeit der Homöopathie
äußerst wahrscheinlich. Dagegen kann die Homöopathie sehr
erfolgreich sein zur Verbreitung des Okkultismus. Weiter im
Reformpaket: Zuzahlungsbeiträge werden um 50 Prozent erhöht,
Festzuschüsse beim Zahnersatz werden um 10 Prozent reduziert und
entsprechen damit wieder dem Stand vor 2020. Braucht man jedes
Medikament, braucht man jeden Zahnersatz? Oder anders: Wäre durch
eine gesündere Lebensweise der Bedarf an einem bestimmten
Medikament, an einem bestimmten Zahnersatz vermeidbar gewesen? Hier
sind wir wirklich bei den Ursachen. Hier muss die eigentliche Arbeit
beginnen. Man muss die Schadensquellen erkennen, benennen,
reduzieren. Manche gesundheitliche Störung kann unverschuldet sein.
Ein Versicherungssystem ist nicht in sich absolut schlecht. Eine
solidarische Lastenverteilung ist nicht in sich absolut schlecht. Es
ist aber in sich absolut schlecht, wenn man jede Eigenverantwortung
absolut leugnet, wenn man sich permanent radikal weigert, die
notwendige Sorge für die eigene Gesundheit zu erfüllen. Bestimmte
Grundzüge der gesunden Lebensführung muss jeder Mensch
verwirklichen. Jeder muss ehrlich sein: Warum brauche ich ein
bestimmtes Medikament, warum brauche ich einen bestimmten
Zahnersatz, warum brauche ich, mit welchem Recht möchte ich eine
bestimme Operation? Sicherlich, man bezahlt Krankenkassenbeiträge,
und damit hat man auch ein relatives Recht auf
Krankenkassenzahlungen bei gesundheitlichen Schäden. Niemand wird
jede gesundheitliche Beeinträchtigung völlig vermeiden können. Es
ist gut, dass die Krankenkassen in bestimmten Fällen helfen können
und müssen. Der Mensch ist gebrechlich, manche Schäden kann er gar
nicht verhindern, und manche Schäden sind realistischerweise, sind
vernünftigerweise, nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, nach
Abwägung von Aufwand und Ertrag, nicht zu verhindern. Jeder Mensch
altert, jeder Mensch ist dem Tod unterworfen. Manchmal behindern
äußere Situationen die notwendige Gesundheitspflege. Zerstörerisch
ist hingegen ein Schmarotzertum von solchen, die durch
Verwahrlosung, durch andauernde maßlose Unersättlichkeit ihren
Körper schädigen und dadurch massenhaft Kosten verursachen, ganz
konkret wegen bestimmter medizinischer Behandlungen und ganz
allgemein wegen gestörter Arbeitsverteilung. Eine besonders traurige
Tatsache: Viele moralische Grundsätze, insbesondere völlig
selbstverständliche Prinzipien, erkennt der Mensch möglicherweise
erst spät. Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Eltern, auch
für die Gesundheit der Kinder zu sorgen. Was aber, wenn die Kinder
schon früh mit Kalorien überschüttet werden, wenn die Kinder ihre
Zahnpflege vernachlässigen oder gar völlig unterlassen, wenn die
Kinder mit Giftstoffen infiziert werden? Nicht alle angerichteten
Schäden können später immer sofort vollkommen behoben werden.
Vielleicht wird mancher erst im höheren Erwachsenenalter begreifen,
wie seine Eltern ihn haben verwahrlosen lassen, welche Giftstoffe
seine Eltern ihm haben einflößen lassen. Vielleicht setzt er selbst
diese Tradition dann an seinen eigenen Kindern fort. Also
insbesondere Selbstverständlichkeiten müssen, je nach Wichtigkeit,
oft formuliert werden, damit Kinder sie früh lernen und damit
Erwachsene sie nicht vernachlässigen. Jeder muss sich fragen: Wie
gesund bin ich? Wie gesund sind meine Zähne? Wieso brauche ich diese
Operation? Brauche ich diese Operation wirklich, habe ich überhaupt
ein Recht auf diese Operation, und wenn ja, ist es gerecht, dass die
gesetzliche Krankenkasse, also ein großer Teil meiner Mitmenschen,
dafür bezahlt? In Einzelfällen könnte eine eindeutige Antwort
vielleicht nicht ganz einfach erscheinen. Verlieren wir uns deshalb
nicht in Einzelfragen, sondern achten wir auf die Rahmenbedingungen.
Und diese Rahmenbedingungen werden maßgeblich geprägt von der ganz
persönlichen Lebensführung jedes Einzelnen. Stets muss dabei der
Gesamtzusammenhang berücksichtigt werden. Alles hängt mit allem
zusammen. Hygiene, Ernährung, Sport, alles im vernünftigen Rahmen,
ohne Übertreibung, ohne Verwahrlosung, das sind wesentliche Stützen
für eine soziale Gesundheitsreform. Dies muss von der Politik
gefördert werden, insbesondere durch eine vorbildliche Lebensführung
der Politiker. Dagegen Verwahrlosung und Schmarotzertum zu fördern,
das ist Kennzeichen einer asozialen Krankenkassenreform. Christen
sehen auch das Thema Gesundheit im Licht der göttlichen
Schöpfungsordnung. Im katholischen Katechismus von Joseph Deharbe
heißt es zum fünften Gebot, Du sollst nicht töten: "Man versündigt
sich, wenn man 1) sich selbst das Leben nimmt (Selbstmord); 2) sich
ohne Noth in Lebensgefahr begibt; 3) seiner Gesundheit schadet durch
strafbare Unvorsichtigkeit, durch Unmäßigkeit und andere
Ausschweifungen." Vgl. Lexikon des katholischen Lebens, hg. von
Erzbischof Wendelin Rauch, Freiburg 1952, Artikel "Krankheit":
"Gesundheit ist die Harmonie in Bau und Tätigkeit des Organismus und
in der leibseelischen Verfassung der Person ... Die Sorge für die
eigene Gesundung und Gesunderhaltung ist Pflicht." Die Harmonie in
der leibseelischen Verfassung der Person wird verwirklicht, wenn die
Menschen sich orientieren an den göttlichen Geboten, wenn sie den
Schöpfer als obersten Gesetzgeber anerkennen und sich seinen Geboten
unterwerfen. Dieses Leben mit all seinen Schmerzen ist die Zeit der
Entscheidung für die Wahrheit, und jeder, ob früher oder später, ob
jung oder alt, wird sich unausweichlich und endgültig verantworten
müssen vor dem Richterthron Gottes. Amen.
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Translated with DeepL.com (free version)
Anti-Social Health Insurance Reform Press Release July 11, 2026 / Sermon July 12, 2026
On July 10, 2026, the government of the Federal Republic of Germany
under Chancellor Friedrich Merz passed a reform of the statutory
health insurance system in the Bundestag. See “Die Zeit,” “Bundestag
Approves Controversial Health Insurance Reform,” July 10, 2026: “In
their speeches, members of the opposition leveled harsh criticism at
times against the parliamentary tactics of the Black-Red coalition.
The entire legislative process had been ‘an absolute disaster,’ said
Left Party caucus leader Heidi Reichinnek. Irene Mihalic, First
Parliamentary Secretary of the Greens, spoke of ‘days of chaos for
the coalition.’ Her party colleague Britta Haßelmann said the law
was ‘a clear break with the principle of solidarity-based
burden-sharing.’” On the same day, F-News published a report:
“Black-Red Coalition Bleeds Insured: Bundestag Passes Health
Insurance Reform.” As early as July 8, 2026, *Die Welt* had
published an article titled “‘Phrases Straight Out of a Barracks
Yard’—Schweitzer Criticizes Merz for Statements on Sick Days,”
quoting several statements by SPD politician Alexander Schweitzer,
such as: “Wanting to reduce sick days is fundamentally the right
approach … But we have to address the root causes and not cast
suspicion on workers as a nation of shirkers … What we don’t need is
blanket mistrust of employees.” Indeed: When it comes to health
policy, the causes of the high number of sick days must be
identified, named, and, where possible, reduced. But who wants to
identify, name, and reduce the causes of frequent sick days? Phrases
like “The Black-Red coalition is bleeding the insured dry” or “a
clear break with the solidarity-based distribution of burdens” are
hardly helpful for an objective dialogue. In fact, some may welcome
certain aspects of Merz’s health insurance reform as a possible
first step in the right direction. Homeopathic remedies are no
longer to be covered by statutory health insurance. Homeopathy is
based on so-called “potentization”—that is, the extreme dilution of
active ingredients—and is particularly popular in magical and occult
circles. Given the extreme lack of active ingredients, it is highly
likely that homeopathy has no actual health benefits. On the other
hand, homeopathy can be very successful in spreading occultism.
Further changes in the reform package: copayments will be increased
by 50 percent, and fixed subsidies for dental prosthetics will be
reduced by 10 percent, thereby returning to pre-2020 levels. Do we
need every medication? Do we need every dental prosthesis? Or to put
it another way: Could the need for a specific medication or a
specific dental prosthesis have been avoided through a healthier
lifestyle? This is where we really get to the root causes. This is
where the real work must begin. We must identify, name, and reduce
the sources of harm. Some health problems may be beyond a person’s
control. An insurance system is not inherently bad. A
solidarity-based distribution of burdens is not inherently bad.
However, it is inherently bad to completely deny any personal
responsibility, to persistently and radically refuse to take the
necessary care of one’s own health. Every person must adopt certain
basic principles of a healthy lifestyle. Everyone must be honest:
Why do I need a certain medication? Why do I need a certain dental
prosthesis? Why do I need—and by what right do I want—a certain
surgery? Certainly, people pay health insurance premiums, and this
gives them a relative right to health insurance coverage in the
event of health problems. No one will be able to completely avoid
every health impairment. It is good that health insurance companies
can and must help in certain cases. Human beings are frail; there
are some health issues they simply cannot prevent, and some cannot
realistically or reasonably be prevented—in accordance with the
principle of proportionality and after weighing the costs against
the benefits. Every person ages; every person is subject to death.
Sometimes external circumstances hinder necessary health care.
Destructive, however, is the parasitic behavior of those who damage
their bodies through neglect or persistent, excessive insatiability,
thereby incurring massive costs—specifically due to certain medical
treatments and, more generally, due to a disrupted distribution of
labor. A particularly sad fact: People may not recognize many moral
principles—especially those that are completely self-evident—until
it is too late. One of the most important responsibilities of
parents is to care for their children’s health. But what if children
are inundated with calories from an early age, if they neglect their
dental hygiene or fail to practice it at all, if they are exposed to
toxins? Not all the damage caused can always be completely reversed
later on. Perhaps some will only realize in later adulthood how
their parents neglected them, what toxins their parents allowed them
to ingest. Perhaps they will then carry on this tradition with their
own children. So, especially when it comes to things taken for
granted, they often need to be explicitly stated—depending on their
importance—so that children learn them early on and so that adults
do not neglect them. Everyone must ask themselves: How healthy am I?
How healthy are my teeth? Why do I need this surgery? Do I really
need this surgery? Do I even have a right to this surgery? And if
so, is it fair that public health insurance—that is, a large portion
of my fellow citizens—should pay for it? In individual cases, a
clear answer might not seem entirely straightforward. Let’s not get
lost in individual questions, but rather focus on the broader
context. And this broader context is significantly shaped by each
individual’s personal lifestyle. The overall context must always be
taken into account. Everything is interconnected. Hygiene,
nutrition, exercise—all within reasonable limits, without excess or
neglect—these are essential pillars of a social health care reform.
This must be promoted by policymakers, especially through
politicians setting an exemplary example in their own lifestyles. In
contrast, promoting neglect and parasitism is a hallmark of an
antisocial health insurance reform. Christians also view the topic
of health in the light of God’s order of creation. In Joseph
Deharbe’s Catholic Catechism, regarding the Fifth Commandment, “You
shall not kill,” it states: “One sins when one 1) takes one’s own
life (suicide); 2) puts oneself in mortal danger without necessity;
3) harms one’s health through culpable carelessness, intemperance,
and other excesses.” See *Lexikon des katholischen Lebens*
(Encyclopedia of Catholic Life), ed. Archbishop Wendelin Rauch,
Freiburg 1952, article “Illness”: “ Health is harmony in the
structure and functioning of the organism and in the physical and
spiritual constitution of the person ... It is a duty to care for
one’s own recovery and to maintain one’s health.” Harmony in the
physical and spiritual constitution of the person is achieved when
people orient themselves toward the divine commandments, when they
recognize the Creator as the supreme lawgiver, and submit to His
commandments. This life, with all its suffering, is the time to
choose the truth, and everyone—whether sooner or later, whether
young or old—will inevitably and definitively have to give an
account before the judgment seat of God. Amen.